Von Súðavík zum Kirkjufell

Route Tag 5:

Súðavík - Hobbit Hole – Kirkjufell - Grundarfjörður

 

Wir kommen nach unserem Geschmack morgens viel zu spät los. Frühstück gibt es generell erst ab 8.00 Uhr. Aber um diese Zeit würden wir gerne unterwegs sein. Ohne Frühstück wollen wir nicht starten und so sitzen wir jeden Tag zur Abfahrt spät im Auto.

Die Fahrt führt uns heute von Súðavík zum Kirkjufell. Die abwechslungsreiche Strecke schlängelt sich durch die Fjorde und ist wunderschön. Das Wetter meint es gut mit uns. Es ist windstill und die Sonne scheint. 

Wir halten oft und genießen diesen herrlichen Blick auf die zum Teil noch schneebedeckten Berge.

Von Súðavík zum Kirkjufell
Von Súðavík zum Kirkjufell

Die Straße führt unmittelbar direkt an der Küste entlang, windet sich in die Berge hinein und erreicht den nächsten Fjord direkt am Küstenrand.

Von Súðavík zum Kirkjufell
Von Súðavík zum Kirkjufell

Die Westfjorde präsentieren sich wie aus dem Katalog, auf dem glatten Wasser spiegeln sich die Berge und gleich wartet eine weitere Überraschung auf uns.

Von Súðavík zum Kirkjufell
Von Súðavík zum Kirkjufell

Im Fjord Skötufjörður aalen sich Seehunde in den warmen Sonnenstrahlen.

Von Súðavík zum Kirkjufell
Von Súðavík zum Kirkjufell

Das schöne Wetter ist ein Glücksmoment. Oft stürmt und regnet es hier und die Berge liegen im dichten Nebel.

Von Súðavík zum Kirkjufell
Von Súðavík zum Kirkjufell
Von Súðavík zum Kirkjufell

Bevor wir die Westfjorde verlassen, gibt es ein hervorragendes Finale. Genau so traumhaft habe ich mir diese Landschaft vorgestellt.

Von Súðavík zum Kirkjufell

Am Ísafjarðardjúp liegt die Farm Arngerdareyri. Alles ist verlassen und verfallen.

Ísafjarðardjúp, Iceland
Farm Arngerdareyri

Auf der 61 geht es in die Berge. Hier oben ist es eiskalt und windig. Islands Kontraste sind faszinierend. Wir fühlen zumindest von den Temperaturen noch den Winter.

Von Súðavík zum Kirkjufell
Von Súðavík zum Kirkjufell
Von Súðavík zum Kirkjufell

Überall stürzt das Wasser in kleinen Fällen an Felsen herunter.

Von Súðavík zum Kirkjufell

Wir fahren die 61 bis zum Ende durch und entscheiden den Tipp von Jon zu befolgen auf der 590 den Küstenstreifen zu erkunden.

Staðarhólskirkja
Staðarhólskirkja
Staðarhólskirkja
Von Súðavík zum Kirkjufell an der 590

Die Sicht ist diffus. Viele kleine Inseln zeigen sich vor der Küste. Wunderschön ist der Panoramablick über die Bucht von Breidafjordur. Im Hintergrund sehen wir die Bergkette der Halbinsel Snæfellsnes. Auf Snæfellsnes, in Grundarfjörður übernachten wir heute.

Von Súðavík zum Kirkjufell an der 590
Von Súðavík zum Kirkjufell an der 590

The Hobbit Hole

The Hobbit Hole, was ist das? 

The Hobbit Hole ist der von unseren Freunden erfundene Name für einen wunderschönen Wasserfall auf Island. Wir haben keinen genauen Namen gefunden. "The Hobbit Hole" ist großartig und umschreibt den Charakter des Wasserfalls perfekt!

Der Wasserfall liegt unweit der Straße 56. Google

Vom Parkplatz aus ist die Sicht auf das umliegende Land vom Selvallavatn beeindruckend. Noch kann keiner ahnen, dass unten ein prachtvoller Wasserfall liegt.

Wir laufen vorsichtig auf dem Trampelpfad entlang und halten uns zuerst links vom Fluss. 

Danach laufen wir zum Parkplatz zurück, um den Wasserfall in seiner schönsten Pracht von der rechten Seite zu bewundern. 

Unterhalb der ersten Kaskade befindet sich eine kleine Höhle in dem Schafe ihre Ruhe suchen. Hoffentlich verdrängt der zu erwartenden Ansturm die Schafe nicht aus ihrem Lebensraum. Auch die vielen kleinen neu getretenen Wege um den Wasserfall lassen nichts Positives für die Natur erwarten.

Das noch unberührte Moos auf den Steinen um den Wasserfall herum ist die Besonderheit von Hobbit Hole. 

Von hier aus fahren wir gut eine halbe Stunde zu unserem heutigen Etappenziel Grundarfjörður.

Kirkjufell - Kirkjufellfoss

Grundarfjörður verdankt einem besonderen Berg seine weltweite fotografische Aufmerksamkeit. Hier steht der am meisten fotografierte Berg der Insel, der Kirkjufell. Vor dem Zuckerhut fließt das Wasser am Kirkjufellfoss herunter. Beides zusammen auf dem Bild festgehalten, ergibt eines der begehrtesten Fotosmotive Islands.

Auf dem nächsten Bild sind die neuen deutlichen Absperrungen zum Schutz der Umgebung des Kirkjufellfosses zu erkennen. Das stört den ein oder anderen Fotografen nicht. Es wird darübergelatscht, um das eine millionste beste Bild zu fotografieren. Ich finde das respektlos und habe kein Verständnis für diesen Egoismus!

Ich gucke durch meine Kamera und habe bunte Reflexionspunkte auf meinem Bild. Das macht mir keinen Spaß und ich genieße alles Schöne Drumherum. Auch das lohnt sich wahrzunehmen.

Andreas fährt in der hellen Nacht noch einmal zum Kirkjufellfoss, um den Sonnenuntergang zu fotografieren.

Ich kann mich nicht aufraffen mitzufahren. Meine Energie ist am Abend im Keller. Ich glaube, ich werde alt. Entweder ich mache etwas am Tag oder etwas spät in der Nacht. Alles zusammen geht ab und zu, aber nicht hintereinander.

Am nächsten Morgen fahren wir früh los. Unser Frühstück bereiten wir heute selber zu, dadurch starten wir vor 8.00 Uhr.

Als wir am Kirkjufell vorbeikommen, gefällt mir die Lichtstimmung viel besser als gestern Abend. Wir nehmen uns die Zeit für den Berg und den Wasserfall. Alleine hier zu sein, ist ungewöhnlich für diesen Ort. Kein Fotograf der aufgeregt über die Absperrungen klettert,  entspannend schön.

Eine interessante Fahrt voller wunderschöner landschaftlicher Höhepunkte wartet auf uns.

 

 

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