Yellowstone - Moab - Colorado - Auf den Spuren bunter Steine

September 2012 - Rundreise 4 Wochen

4 Wochen Urlaub waren geplant, Ende August bis Ende September. Eigentlich eine gute Reisezeit, keine Ferien mehr und das Wetter ist vielleicht vielversprechend. Wir überlegten schon längere Zeit in welche Region  Amerikas es gehen sollte. Irgendwie konnten wir uns für keine unserer reichlichen Ideen entscheiden. Delta Airlines gab uns dann im Mai mit einem Flugangebot von 550 € zumindestens das erste Urlaubsziel an. So ging es wieder mal von Düsseldorf über Atlanta nach Denver.

Denver, Yellowstone, Moab, Colorado so sollte die Tour ungefähr aussehen.

Unsere Tour startete also in Denver und sollte uns in den nächsten Wochen durch verschiedene Farbformationen bunter Steine führen. Die ersten 14 Tage der Tour wurden von zu Hause aus durchgeplant, inklusive Übernachtungen, den Rest der Reise wollten wir  nach Lust , Laune und Wetter gestalten.

Am Tag nach der Ankunft in Denver hatten wir uns erstaunlich gut vom Flug erholt. Lustig war das Umsteigen in Atlanta allerdings nicht. Dort gelandet, blieben uns gerade mal anderthalb Stunden Zeit den Anschlussflug nach Denver zu erreichen. Eigentlich ausreichend, aber die Schlangen wartender Menschen bei der  Immigration jagte uns pures Adrenalin durch die Adern. Letztendlich benötigten wir von einem Flieger in den nächsten Flieger  eine Stunde, inclusive Immigration, nochmaliger Sicherheitskontrolle diesmal mit Ganzkörperscanner, Koffer umpacken und Terminal erreichen. Das ist fast rekordverdächtig. Darauf würden wir in Zukunft gerne verzichten, verschwitzt und angespannt in das Flugzeug zu steigen. So zerschreddert und fertig mussten wir in Denver angekommen bei Alamo auch noch auf unser Auto warten. Die Choiceline bei den Fullsize-SUV war leer gefegt. Schließlich fuhren wir dann doch mit unserem gebuchten Wunschauto, einem Chevy Tahoe vom Hof, unser Wohnzimmer für die kommenden Wochen.

Nach kurzem Aufmunitionieren bei Walmart mit den wichtigsten Dingen fuhren wir am ersten Tag über den Peak to Peak Hwy in den Rocky Mountain NP.

am Boulder Creek
am Boulder Creek
diese Leute haben immer unseren Respekt
diese Leute haben immer unseren Respekt

In dem netten Örtchen Nederland gab es bei Buffalo Bill erstmal eine Kaffeepause. Die alten Reisewagen verbreiteten einen winzigen Hauch Nostalgie und es war echt gemütlich.

Nederland
Barker Reservoir, im Hintergrund Nederland
Nederland
Nederland
Nederland
Nederland

Trotz gut überstandenem Flug macht mir dann doch die Höhe zu schaffen, und ich fühlte mich bei den ungewohnt warmen Temperaturen nicht wirklich fit.

Langsam schraubt sich unser Auto Richtung Estes Park und zum Rocky Moutain National Park hoch, geplant ist eine erste Wanderung via Bear Lake zum Dream Lake. 

Rocky Mountain National Park

Vom Visitor Center fuhren wir mit dem Shuttlebus über eine langgezogene Straßenbaustelle im Schritttempo zur Bear Lake Station. Zwischendurch zogen langsam die angesagten Gewitterwolken auf.

Mittlerweile weiß ich auch, warum die meisten Amis in diesen Bus nicht eingestiegen sind. Meine restliche Energie wurde mir regelrecht aus dem Körper geschüttelt. Ein alter weich gefederter Bus, plus Straßenbauarbeiten ließen meine Motivation in den Keller sinken.

Zugegeben, ich war in diesem Moment nicht wirklich liebenswert und versuchte die kleine Wanderung in den Angriff zu nehmen. Meine Beine fühlten sich schwer wie Blei an. Ich konnte auch nicht laufend stehen bleiben, um so zu tun als wenn ich fotografieren würde. Eigentlich wollte ich nur heimlich Luft holen und so freute ich mich zum ersten Mal über die drohenden Gewitterwolken. Der Körper findet eine Wanderung ohne sich vorher an die Höhe zu akklimatisieren gar nicht lustig, schon gar nicht einen Tag nach einem Langstreckenflug.

Rocky Mountain National Park, Bear Lake

 

 

 

 

Bear Lake

Das Gewitter rettete mich und meine Laune. Wanderung abgebrochen, wir fuhren mit einem modernen Bus zum Visitor Center zurück. Der Tag neigte sich dem Ende entgegen und wir beobachteten zum Abschluss das Schauspiel der Natur. 

(Wir holen diese Wanderung übrigens am Ende unseres Urlaubes nach.)

Rocky Mountain National Park
Rocky Mountain National Park

Wir befinden uns vor dem Visitor Center im Naturschutzgebiet der Elks (Wapitihirsch).

Rocky Mountain National Park
kkkk
Junghirsch

Auf dem Weg zum Yellowstone National Park war dieser Tag ein schöner Einstieg.

Fort Collins Stadtpark

Die zweite Nacht nach der Landung in Denver verbrachten wir in Fort Collins.

Am Vormittag war eine Besichtigung der Budweiser Brauerei geplant, hier sind die leckeren Bierdosen zu Hause. Aus Zeitgründen haben wir das Vorhaben abgesagt und gönnten uns nur einen kurzen Abstecher in den wunderschönen Stadtpark.

Selbst bei vier Wochen Zeit kann man nicht alles Interessante besuchen oder erkunden.

Fort Collins Stadtpark
Fort Collins Stadtpark

Cheyenne

Schon kurz hinter Fort Collins nordwärts liegt Cheyenne, die Hauptstadt des Bundesstaates Wyoming. Für amerikanische Verhältnisse eine nette und recht übersichtliche Stadt. 

Mal etwas Statistisches für die Vorstellungskraft. Der Bundesstaat Wyoming bedeckt eine Fläche von 254.000 km² und hat gerade einmal mehr als 564.000 Einwohner. Zum Vergleich, im Großraum von Los Angeles leben mehr als 12 Millionen Menschen.

Cheyenne
Cheyenne
Cheyenne, Capitol
das Capitol, man konnte sogar direkt davor parken

Hier der berühmte Friedens-Häuptling der Shoshonen Chief Washakie, der uns im Verlaufe der Reise noch des öfteren begegnen sollte. 

Cheyenne, Capitol

Esther Hobart Morris, eine Vorkämpferin für die Frauenrechte, fand hier vor dem Capitol einen würdigen Platz.

Cheyenne, Capitol
Cheyenne, Capitol
Seitenansicht des Capitols
Cheyenne, Capitol
Nachbau der Freiheitsglocke von Philadelphia
Cheyenne, Capitol
Er erinnert an die wilden und rauhen Anfänge Wyoming`s.
Cheyenne
Cheyenne
Cheyenne

Die Cowboystiefel findet man überall in der Stadt. 

Seit 9-11 sind sie überall Helden.
Seit 9-11 sind sie überall Helden.
Auch Pferde spielen in Wyoming`s eine große Rolle.
Auch Pferde spielen in Wyoming`s eine große Rolle.
"Stimmt".
"Stimmt".

Medecine Bow National Forest

Der Medecine Bow Nat. Forest ist ein Gebiet im südlichen Wyoming, beidseits der Interstate 80 von Cheyenne westwärts.

Erkundet haben wir dort die Vedauwoo Mountains und entlang der Snowy Range Road die Sugarloaf Mountain Recreational Area mit Libby Lake und Lewis Lake. Ein eher selten besuchtes Gebiet, aber dennoch wunderschön.

Medecine Bow National Forest
Hier gibt es sie noch, die echten Cowboys.
Medecine Bow National Forest
Typische Gesteinsformationen....
Medecine Bow National Forest
...in den Vedauwoo Mountains.
Medecine Bow National Forest
Diese Gravel-Roads waren ein erster Test für unseren Chevy.

Snowy Range Road und Sugarloaf Rec. Area

Auf der Snowy Range Road sollte man unbedingt einen Abstecher zur Sugarloaf Recreation Area nutzen, auch hier kann man schönste Farben sehen. Für mich eine echte Überraschung.

Snowy Range Road und Sugarloaf Rec. Area
Lewis Lake
Libby Lake
Libby Lake
Snowy Range Road und Sugarloaf Rec. Area
Snowy Range Road und Sugarloaf Rec. Area

Libby Flats

Libby Flats

Auf der Passhöhe der Snowy Range Road befindet sich auf 3318m Höhe der Libby Flats Observation Point

Von hier oben hat man einen wunderschönen 360° Panoramablick.

Libby Flats
Libby Flats
Libby Flats

Der Snowy Range Scenic Byway ist auch bei mäßigem Wetter eine wunderschöne Straße, die eigentlich wesentlich mehr Zeit zum Betrachten und Wandern verdient hätte! Aber wer hat Richtung Yellowstone schon die Geduld länger an einem Ort zu verweilen? Die magische Landschaft der gelben Steine zieht die Touristen in ihren Bann. Alles kommt und fährt zu einem Höhepunkt, zur brodelnden, leuchtenden, stinkenden Landschaft, zu den Bären, Wasserfällen, zu den Elks, Büffelherden und Kalkterrassen. Wer schon mal dort gewesen ist kann schwer begreifen, wie die Natur so ein spektakuläres Theaterspiel erschaffen konnte.

 

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