Rømø

Vor der Westküste Südjütlands liegt die kleine Insel Rømø, inmitten des Nationalparks Wattenmeer. 

Die Insel ist über einen 9 km langen Damm zu erreichen. Auf der Fahrt vom Festland auf die Insel besteht die Möglichkeit an drei Haltebuchten erste Eindrücke zu sammeln, Strandläufern, Enten und Gänse zu beobachten. Es riecht nach Meer.

Der Wind bläst mäßig über den Damm und es weht uns eine frische, salzige Prise um die Nase. Unsere Freude, die Insel erreicht zu haben ist groß. 

Dänemark mit Wohnmobil
Rømø

Rømø, die südlichste Wattenmeerinsel Dänemarks, ist nicht gleich Liebe auf den ersten Blick. Die Insel muss erarbeitet werden. Bei einer langen Wattwanderung mit häufigem Wetterwechsel zeigt sie sich von ihrer schönsten Seite. Das Licht ist grandios, wie so oft im Norden.

Lakolk

Ein besonderes Highlight ist der berühmte Strand in Lakolk. Er soll Europas breitester Sandstrand sein und lädt zu vielfältigen Aktivitäten ein. Heute ist der Weg vom Anfang des Sandstrandes zum Wasser nach der langen Fahrt einfach zu weit. Und auch für Familien scheint es nicht der ideale Ort zu sein. Der Weg an das Wasser ist sehr lang und die zahlreichen Aktivitäten am Strand strahlen nicht die Ruhe aus, die man sich von einem Urlaub mit Kindern erwünscht. Aber jeder findet auf dieser Insel den Ort der zu seinen Bedürfnissen passt, man muss nur wissen wo. 

Rømø
Lakolk

Wir halten uns nur kurz in Lakolk auf, übernachten auf dem völlig überteuerten Campingplatz und fahren am nächsten Tag zum Wohnmobilstellplatz Oase auf dem westlichen Teil der Insel.

Vorher besuchen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Romos. Das Wetter passt. Es ist stark bewölkt und diesig, ideal um mit dem Auto über die kleine Insel zu fahren.

Zuerst fahren wir Richtung Osten zum 10 km langen Juvre-Deich, der das groβe Marschgebiet Juvre Enge schützt. In der Umgebung befindet sich ein großes militärisches Übungsgebiet der dänischen Streitkräfte. Neben dem Parkplatz am Ende der Straße befindet sich eine Aussichtsplattform. Heute ist die Aussicht wenig interessant und so geht es zurück zum Nationalmuseum Kommandørgården.

Nationalmuseum Kommandørgården

Heute ist Montag und das Museum geschlossen. 

 

Information

Nationalmuseum Kommandørgården
Rømø

Toftum Schule

Trotzdem lohnt sich der Besuch, denn in der Nähe befindet sich die kleinste Schule Dänemarks. Die Toftum Schule wurde 1784 und gegründet und 1874 geschlossen. Der Unterricht wurde auf einer größeren Schule weitergeführt.

Information

Rømø
Toftum Schule

Sankt Clemens Kirke

Besonders beeindruckend ist der Besuch der Sankt Clemens Kirke. Es gibt viele interessante Dinge zu entdecken.

Die Rømø-Kirche wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert erbaut und im 17. und 18. Jahrhundert erweitert. Im letzten Jahrhundert wurde das Recht verkauft, seinen Namen an etablierten Plätzen auf den Kirchenbänken anzubringen. Der Jahresbeitrag von hier wurde für den Unterhalt der Kirche verwendet. Daher sind auf einigen Kirchenstühlen noch die Namen einiger ehemaliger Kirchgänger der Insel zu sehen.

Rømø
Sankt Clemens Kirke

Unter der eher niedrigen Decke in der Kirche hängen 7 schöne Kirchenschiffe.  Die St. Clemens Kirke gehört zu den Kirchen Dänemarks mit den meisten Kirchenschiffen. Sie wurden typischerweise als Geschenke gegeben. Symbolisch erzählt das Kirchenschiff vom Leben der Seeleute. 


Persönlich mag ich diese Kirche sehr. Sie ist nicht protzig, schlicht und nah am Volk. 

Romo Feuerwache

Gleich neben der Sankt Clemens Kirche befindet sich die ehemalige Rettungsstation von Kongsmark aus dem Jahre 1887. Das Feuerwehrhaus verfügt über einen Turm, von dem aus die Retter nach Schiffen in Not Ausschau halten konnten. Heute hat hier die freiwillige Feuerwehr ihren Sitz.

Rømø

Stadt

Sonderstrand

Das für mich schönste Gebiet auf der Insel ist der Sonderstrand. Es liegt immer im Auge des Betrachters was schön und ansprechend ist. Viele, die diese Insel besuchen, kommen wegen der vielfältigen Freizeitmöglichkeiten her. Es ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei. Drachen steigen, Kitebuggys fahren, mit dem Auto am Strand stehen oder sogar eine kleine Runde durch das Watt fahren, baden, buddeln, Fahrrad fahren, sonnen und entspannen. Ich mag diesen Ort, weil vom Sonderstrand aus eine schöne Wattwanderung zum gegenüberliegenden Havsand unternommen werden kann. Ein wunderschönes, wildes Dünenareal. Der Südstrand auf Romo eignet sich hervorragend für ausgedehnte Strandspaziergänge. Das kann ich jeden Besucher ans Herz legen, lauft vom Sonderstrand durch das Watt zum Havsand. Erst hier kann ich mich für die Insel erwärmen und der Funke springt über. Ansonsten ist mir der Trubel auf Rømø zu stark, am Strand zu laut und unruhig. Ich verstehe nicht, warum Autos durch das Watt fahren dürfen. Aber ich gebe zu, dass es schön ist, mit dem Wohnmobil den ganzen Tag am Rand des Strandes zu stehen und das Treiben aus der Ferne zu beobachten.

Übrigens habe ich mehrere Berichte von festgefahrenen Wohnmobilen gelesen. Man sollte aufmerksam durch den Sand fahren und nicht um jeden Preis die einsamste Stelle am Strand suchen wollen.


Rømø
Sonderstrand

Wir übernachten auf der Insel auf einem Wohnmobilstellplatz, der bisher zu den besten organisierten Plätzen unserer Reisen durch Europa zählt. So stellen wir uns es vor. Die Preise sind fair, bezahlt wird nur der persönliche Verbrauch. Angefangen vom Abwasch, Dusche, Strom für das Wohnmobil wird alles über ein Kartensystem abgerechnet. Dieser Wohnmobilstellplatz stellt für mich die Zukunft für Übernachtungen mit einem Reisemobil dar. Ich habe nichts gegen Klimaanlagen, bin aber nicht bereit den Stromverbrauch bei einer pauschalen Stromabrechnung mitzubezahlen. Auch wer mit dem Heizlüfter Wärme erzeugt, sollte seinen eigenen Verbrauch bezahlen. Das ist fair und lässt uns noch achtsamer mit Energie umgehen.

Der Autocamperplads Oasen Rømø ist der modernste, den wir bisher auf unseren Reisen erlebt haben. Hier stimmt alles und ist perfekt auf die Bedürfnisse von Wohnmobilisten eingerichtet. Umweltbewusst wird der Verbrauch an Energie und Wasser digital abgerechnet. Die Plätze sind großzügig und sehr gut gepflegt.

http://oasen-roemoe.dk/?lang=de

Nach Rømø zieht es uns weiter Richtung Norden, die Etappe führt von Rømø nach Hanstholm.